Tipps zur Reduzierung der Absprungrate in Onlineshops

Ausstiegsrate Bounce Rate erfolgreich minimieren/ reduzieren

Wer mit einem Onlineshop erfolgreich sein möchte, muss nicht nur hinsichtlich des Preises wettbewerbsfähig bleiben, auch ausführliche Informationen zum Produkt den Kaufinteressenten, wie Produktbeschreibung, Produktdatenblätter, sowie Käufer-Bewertungen bereitstellen. Schafft man es dann noch zudem mit den richtigen Keywords bei Google gut gelistet zu sein, scheint dem Erfolg nichts mehr im Wege zu stehen. Um mehr Reichweite zu erlangen werden zusätzlich Google Adwords und Facebook Ads geschaltet.

Wie man die Absprungrate in Onlineshops reduziert

Die Absprungrate ist der Anteil der Besucher, welche auf dieser Seite keine weitere Aktion durchgeführt und das Fenster geschlossen haben. Sie gibt Betreibern von Onlineshops wertvolle Informationen, anhand welcher Optimierungen durchgeführt werden können.

Zunächst einmal sollte man herausfinden, wo die meisten Besucher abspringen. Ist die Absprungrate auf allen Seitentypen nahezu identisch, kann ein Blick in die Web Analyse möglicherweise Aufschluss über die Ursache geben. Zeigt die Auswertung der Absprungrate, dass auf einem bestimmten Seiten-Typ die Absprungrate signifikant höher als auf anderen Seiten-Typen ist, kann man in weiteren Schritten die Ursache ermitteln und mitunter auch schnell bereinigen.

Hat der Onlineshop auf den verschiedensten Seitentypen eine relativ hohe und konstante Absprungquote, kann dies unterschiedliche Gründe haben.

  1. schlechtes, abschreckendes Design

    Sicherlich mag die Qualität der Produkte und die Vertrauenswürdigkeit des Händlers auch eine entscheidende Rolle spielen, doch wenn ich einen Shop aufrufe, den ich optisch dermaßen abstoßend finde, kaufe ich lieber bei Amazon! Von einem Shop erwarte ich ein ansprechendes, schlichtes Design, bei welchem die Produkte und nicht das Design des Shops im Fokus stehen.

  2. dürftige Navigation

    Neben dem Design spielt auch das Navigieren auf der Seite eine entscheidende Rolle. Ist die Navigation schlecht bis gar nicht strukturiert, muss man sich nicht über eine hohe Bounce-Rate wundern. Ziel einer Navigation sollte sein, den Kunden mit möglichst wenig Klicks ins Ziel zu bringen. Hier spielt nicht nur die Top-Navigation eine Rolle, nein insbesondere auch die Filter-Navigation / Facetten-Suche .

  3. zu lange Ladezeiten des Onlineshops

    Ein potentieller Kunde möchte heutzutage schnell an die gewünschten Informationen gelangen. Ein Großteil potentieller Käufer bricht den Kauf in einem Onlineshop ab, wenn dieser länger als 3 Sekunden benötigt um die gewünschte Seite zu laden. Vergeigt der Onlineshop es beim Laden einer weiteren Seite erneut, springen weitere potentielle Kunden ab.Ladezeiten entscheiden bei Onlineshops maßgeblich über Erfolg und Misserfolg. Je länger die Ladezeiten, desto höher die Absprungrate. Zur Optimierung der Ladezeit kann ein besseres, leistungsstärkeres Hosting, aber auch das Optimieren der Shop-Lösung, sowie der verwendeten Produktbilder beisteuern.

  4. Onlineshop ist nicht Responsive (für mobile Seiten nicht optimiert)

    Wer einen Blick auf die Absprungraten seines Onlineshops wirft, der sollte auch immer prüfen mit welchem Endgerät der Nutzer den Shop aufgerufen hat. Shops, die kein Responsive Design verwenden und somit nicht für mobile Geräte und Tablets optimiert sind, ziehen bei potentiellen Käufern meist den Kürzeren. Informationen werden viel zu klein dargestellt und ständig klickt man auf einen falschen Link oder Button.Bei einem meiner Projekte kommen über 50% der Besucher über Smartphones und Tablets. Ist in einem solchen Fall der Onlineshop nicht Responsive, kann man sich schnell ausrechnen was man dadurch an Umsatzeinbußen erleidet.

  5. Absprungrate Onlineshop-Suchfunktion

    Über 30% potentieller Käufer nutzen die Suchfunktion in Onlineshops. Ist diese nicht vorhanden, bzw. nicht an der richtigen Position, wird sich dies ebenfalls signifikant auf die Absprungrate des Onlineshops auswirken.Die Suchfunktion in Onlineshops findet man üblicherweise oben im Header-Bereich zentriert dargestellt.

  6. Suche – AutoSuggest

    Onlineshop Absprungrate / Bounce-Rate optimieren/ reduzieren - Suchfunktion optimieren, Auto-Suggest-Search Ein Besucher, welcher bereits während der Sucheingabe über ein Auto-Suggest relevante Suchergebnisse vorgeschlagen bekommt, bricht weniger ab, als ein Interessent, der dann erst einmal die Suchergebnisse nach dem gewünschten Produkt durchstöbern muss.

  7. Auf dem Weg zur Kasse

    Der Besucher hat das gewünschte Produkt gefunden und ist nun auf dem Weg die Bestellung abzuschicken. Gerade wenn es um die letzte viertel Meile geht, können Stolpersteine hier nochmal alles zunichte machen und die Absprungrate im Onlineshop nach oben treiben. Mögliche Killer beim Checkout sind:

    • Bestellstrecke zu lang und unübersichtlich

      Wenn ich in einem Shop schnell und unproblematisch ein Produkt finde, dann möchte ich ebenso schnell die Bestellung ausführen, ganz egal ob ich Bestands- oder Neukunde bin. Zudem möchte ich wissen, wo ich mich im Bestellvorgang gerade befinde. Unnötige Felder, die nicht erforderlich sind, möchte ich nicht ausfüllen. All das sind nämlich Zeitfresser und stellen ein erhöhtes Risiko für einen Kauf-Abbruch dar.

    • Zahlungsmöglichkeiten

      Wer nur per Vorkasse oder Nachnahme Bestellungen versendet, der wird hier sein blaues Wunder erleben. Man sollte sich immer an den großen Onlineshops und deren Zahlungsmöglichkeiten orientieren.

    • Versandkosten

      Werden Versandkosten nicht bereits im  Vorfeld transparent dargestellt, so dass der Kunde weiß, dass möglicherweise Kosten für einen Spediteur auf ihn zukommen, wird dieser beim Anblick der Versandkosten zunächst schlucken und dann das Fenster schließen. Versandkosten können sich zum Killer einer jeden Bestellung entwickeln.

Vorgehen zur Senkung der Absprungrate im Onlineshop

Hat man Potentiale zur Optimierung der Absprungrate im Onlineshop identifiziert, gilt es nun, diese Potentiale auszuschöpfen. Dabei sollte man jedoch nicht einfach den Schalter umlegen, sondern das Besucherverhalten durch A/B Test oder multivariaten Tests, inklusive der ursprünglichen Version überprüfen. Idealerweise lässt man den A/B Test, sowie die multivariaten Tests zwischen 7 und 14 Tage laufen. Mit dieser Dauer hat man nicht nur alle Wochentage abgedeckt, sondern auch ausreichend Besucher, die an diesem Test mitgewirkt haben. Sind die Erkenntnisse zum Ende des Testzeitraums nicht so scharf, wie man es erwartet hat, kann man diesen einfach fortführen.

 

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Vor über 20 Jahren habe ich meine erste Webseite ins Netz gestellt. Die Anzahl an Internet-Projekten, welche ich seit diesem Zeitpunkt aufgebaut habe, kann ich schon fast nicht mehr zählen. Auch beruflich hat die Branche mein Herz erobert. Von 2002 bis 2012 war ich bei der 1&1 Internet AG beschäftigt. Die letzten 5 Jahre als technischer Produkt Manager für den Bereich Shared Web Hosting. 2012 bis 2014 war ich als Product Manager Portal bei Deutschlands beliebtesten Preisvergleich-Portal billiger.de für die Such-Technologie, sowie die Weiterentwicklung der Sub-Portale zuständig.

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