Fehlende Intelligenz im e-Commerce

Ich weiß nicht wem es auch so geht, doch kennt Ihr das – da kauft man immer wieder in den gleichen Online-Shops wie Zalando oder Amazon und muss sich meist erst durch unzählige Kategorien und Filter durchklicken, um die gewünschten Produkte zu sehen. In meinem speziellen Fall geht es beispielsweise darum, dass ich mich sowohl bei Bekleidung, als auch Schuhen erst durch Kategorien und Filter klicken muss, um gezielt Produkte von Tommy Hilfiger, G-Star, Marco-Polo, oder anderen favorisierten Marken angezeigt zu bekommen. Dabei weiß doch der Shop, bedingt durch bereits durchgeführte Bestellungen, welche Produkte welcher Marke, ja sogar in welcher Größe, Farbe und welchem Preisgefüge ich meist bestelle. Warum kann dann in der der jeweiligen Kategorie eine Sortierung nicht nach dem Bestellverhalten des Verbrauchers angezeigt werden!?

Shoppen soll doch Spass bereiten. Wie viele Klicks ein Kunde bei Amazon oder Zalando einzig und allein mit einer solchen Sortierfunktion sparen könnte und somit auch wertvolle Zeit, mitunter auch Nerven… Ich versteh es nicht! Nur weil ich Amazon und Zalando hier aufführe bedeutet es nicht, dass bei anderen Onlineshops diese Intelligenz vorhanden ist. Diese fehlende Intelligenz findet man in allen Onlineshops.

Dabei könnte man dies so einfach lösen. Einerseits natürlich, indem man auf bereits bestellte und nicht retournierte Artikel eines Kunden Bezug nimmt, dort Größe, Farbe und Marke dann in der jeweiligen Kategorie gesichtet und boostet, andererseits aber auch, indem man Profile anlegen kann. Gerade für Familien mit Kindern wären solche Profile vorteilhaft. Hier kann man Schuhgrößten und Konfektionsgrößen einer jeden Person zuweisen und zudem noch bevorzugte Marken, Farben  und andere Eigenschaften mit ins Spiel bringen.

Bei Kindern wird es zudem noch etwas spannender. Denn mit Hilfe des Alters und der Körpergröße lässt sich einerseits aufgrund statistisch erhobener Zahlen, andererseits aber auch aufgrund gesammelter Daten berechnen wie groß das jeweilige Kind beispielsweise in 2 Jahren ist. Korrigiert man die Größe im jeweiligen Profil, weil die Körpergröße beispielsweise nicht mehr stimmig ist, würde dann auch eine neue Berechnung erfolgen.

Aus meiner Sicht gerade im eCommerce, insbesondere im E-Mail Marketing sehr wirksam, da hier gezielt dem jeweilig angelegten Profil auch passende Produkte vorgeschlagen werden. Wenn meine Tochter kein rosa mag, sondern schwarz, grün und orange bei der Farbwahl bevorzugt, dann wird das nicht nur im Shop, sondern auch im E-Mail Marketing berücksichtigt.

Nun ich hoffe doch mal, dass die großen Onlineshops irgendwann mir diese Möglichkeit bieten, denn immer wieder in den jeweiligen Kategorien die gleichen Filter auszuwählen, um dann erst in den Genuss der gewünschten Produkte zu kommen, empfinde ich persönlich im heutigen Zeitalter nicht wirklich stimmig. Da fragt man sich schon, warum Online-Shops Cookies und Daten speichern, wenn diese nicht im Interesse des Nutzers eingesetzt werden.

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Vor über 20 Jahren habe ich meine erste Webseite ins Netz gestellt. Die Anzahl an Internet-Projekten, welche ich seit diesem Zeitpunkt aufgebaut habe, kann ich schon fast nicht mehr zählen. Auch beruflich hat die Branche mein Herz erobert. Von 2002 bis 2012 war ich bei der 1&1 Internet AG beschäftigt. Die letzten 5 Jahre als technischer Produkt Manager für den Bereich Shared Web Hosting. 2012 bis 2014 war ich als Product Manager Portal bei Deutschlands beliebtesten Preisvergleich-Portal billiger.de für die Such-Technologie, sowie die Weiterentwicklung der Sub-Portale zuständig.

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